Es gibt Momente im Uhrenalltag, die passieren einfach. So war es mit Vulcain. Ich hatte von der Marke zwar schon mal gehört, aber diese bislang nicht bewusst verfolgt. Dann meldete sich ein Vertriebler, wir kamen ins Gespräch, und kurz darauf lagen die ersten Modelle bei mir in der flomp89 Lounge.
Ich nahm sie in die Hand und dachte mir sofort, dass hier etwas Besonderes die Uhren umgibt. Diese Mischung aus historischer Formensprache und modernem Gefühl am Handgelenk ist selten. Die Uhren wirken, als kämen sie direkt aus einer alten Zeit, sind aber technisch, haptisch und qualitativ voll in der Gegenwart angekommen. Genau dieses besondere Zusammenspiel aus alt und neu hat mich sofort gepackt.
Eine Marke mit Geschichte und Brüchen – von 1858 bis heute
Vulcain wurde 1858 von der Familie Ditisheim in La Chaux de Fonds gegründet. Schon früh gab es internationale Auszeichnungen und viel Anerkennung für präzise Uhrmacherei. Die Marke entwickelte sich kontinuierlich weiter und war über Jahrzehnte ein fester Bestandteil der klassischen Schweizer Industrie.
Der große historische Schritt folgte 1947. Vulcain präsentierte das Modell Cricket, die erste wirklich funktionierende mechanische Weckeruhr fürs Handgelenk. Der Ton war laut und unverwechselbar. Ein helles Zirpen, das bis heute zum Markenzeichen gehört. Diese technische Besonderheit machte die Cricket legendär und brachte der Marke den Spitznamen President Watch ein, weil mehrere US-Präsidenten tatsächlich ein entsprechendes Modell trugen.
Eine Marke, die nicht immer präsent war
Wie viele Traditionsmarken blieb auch Vulcain nicht von der Quarzkrise verschont. Die Marke geriet in ruhigere Fahrwasser, teilweise fast in Vergessenheit. Genau dieser Abschnitt gehört für mich zur Identität von Vulcain. Eine Marke mit Höhen und Tiefen, nicht glattgebügelt, sondern mit echter Geschichte.
2001 folgte dann die Wiederbelebung mit klarer Rückbesinnung auf mechanische Uhrmacherei und die historische Cricket. Seitdem ging es Schritt für Schritt wieder bergauf.
Wem Vulcain heute gehört
Besonders spannend ist die aktuelle Eigentümerstruktur. Vulcain befindet sich heute im Einflussbereich der luxemburgischen Investmentgruppe Promobe SA, die der Marke frischen Drive gegeben hat. Entscheidend geprägt wird der Neustart jedoch von Guillaume Laidet.
Laidet war schon maßgeblich daran beteiligt, Nivada Grenchen wieder aufzubauen. Genau dieser Blick für Tradition, verbunden mit dem Mut, alte Ideen zeitgemäß weiterzudenken, findet sich nun auch bei Vulcain wieder. Man merkt sofort, dass hier jemand am Werk ist, der Vintage versteht, aber modern denkt.
Für mich macht das die Marke noch interessanter. Vulcain ist nicht nur ein historischer Name. Es ist ein Projekt, das bewusst weitergeführt wird, respektvoll gegenüber der Vergangenheit und neugierig auf die Zukunft.
Einige aktuelle Kern-Modelle
Grand Prix
Die Grand Prix lehnt sich an eine historische Auszeichnung von 1929 an und wirkt wie ein ruhiger Klassiker. 39 Millimeter, klare Formen, eine zurückhaltende Eleganz, die gerade deshalb authentisch wirkt. Eine Uhr, die man nicht erklären muss.
Das Modell Grand Prix in Schwarz. Bildquelle: Vulcain
Cricket President
Die modernisierte Cricket President trägt das Erbe der berühmten Weckeruhr weiter. Das Design ist zeitlos, der Alarmmechanismus ist technisch faszinierend und die Haptik ist deutlich hochwertiger, als man es von einer so traditionellen Uhr in der heutigen Zeiterwarten würde. Genau dieses Zusammenspiel aus alter Idee und neuer Umsetzung macht sie so charmant.
Eine spezielle, limitierte Variante des Modells Cricket. Hier mit grünem Zifferblatt. Bildquelle: Vulcain
Skindiver
Die Skindiver Modelle zeigen die sportliche Seite der Marke. Klare Linien, robuste Konstruktion und moderne Farben. Sie greifen historische Taucheruhren auf, oft mit GMT-Funktion, wirken aber dennoch zeitgemäß. Eine Uhr, die die Geschichte respektiert, ohne im Retrolook stecken zu bleiben.
Die Skindiver GMT in Dunkelblau. Bildquelle: Vulcain
Die Vulcain Tischuhr
Ein schönes Detail im Portfolio ist die Tischuhr von Vulcain. Ein Objekt, das die handwerkliche Seele der Marke zeigt. Klassische Optik, mechanische Technik und ein Stück Geschichte, das nicht am Handgelenk getragen werden muss, um Wirkung zu haben.
Die ikonische Tischuhr von Vulcain. Bildquelle: Vulcain
Warum Vulcain für mich gerade jetzt spannend ist: Alte Seele, neue Technik und ein Gefühl, das man nicht kopieren kann
Was mich wirklich begeistert, ist dieses Zusammenspiel aus nostalgischem Design und moderner Ausführung. Viele Modelle haben Größen, Proportionen und Linien, die ganz klar aus einer anderen Ära stammen. Aber die Technik darunter ist neu, zuverlässig und präzise. Die Haptik ist sauber, die Verarbeitung hochwertig. Man bekommt das Beste aus beiden Welten.
Vulcain baut keine Reissues, die nur aussehen wie früher. Die Uhren wirken vielmehr, als würden sie ihre Geschichte weitertragen, ohne sich darin zu verlieren. Das spürt man sofort, wenn man sie anlegt.
Vielleicht gefällt mir die Marke gerade deshalb so gut. Sie fühlt sich authentisch an. Keine künstliche Story, keine Lifestyle Hülse, sondern eine gewachsene Tradition, die wieder Raum bekommt. Und die Tatsache, dass die Marke Vulcain mit ihrer aktuellen Modellvielfalt über einen fast schon zufälligen Kontakt zum entsprechenden Vertrieb ihren Weg zu mir gefunden hat, macht das Ganze nur runder.
Ich freue mich sehr darauf, euch die Uhren in der flomp89 Lounge zu zeigen und mit der Community gemeinsam darüber zu sprechen. Es wirkt ein bisschen wie ein Neuanfang, nicht nur für Vulcain, sondern auch für meinen eigenen Blick auf historische Marken.
Warum echte Begegnungen Uhren besonders machen
Seit ich flomp89 gegründet habe, wächst rund um meine Inhalte, meinen Shop und meinen YouTube Kanal eine Community, die sich im Laufe der Zeit zu etwas ganz Eigenem entwickelt hat. Anfangs spielte sich vieles ausschließlich online ab. Nachrichten auf Instagram, Kommentare unter Videos, spontane Online-Gespräche über Modelle, Werke oder Erfahrungen. Mit den Jahren ist daraus ein Netzwerk geworden, das weit über Social Media hinausgeht.
Inzwischen findet diese Community auch offline statt. Durch die flomp89 Lounge, die Manufakturevents, die Uhrphoria und viele kleinere Treffen entsteht eine Mischung aus digitaler Nähe und echten freundschaftlichen Begegnungen, die das Ganze noch persönlicher macht. Menschen, die sich vorher nur aus Chats kannten, sitzen plötzlich gemeinsam am Tisch, probieren Uhren an und tauschen Geschichten aus. Genau diese Verbindung aus beiden Welten ist der Kern dessen, was Communities heute stark macht.
Warum echte Begegnungen so wertvoll sind
Uhren sind etwas sehr Haptisches. Die Begeisterung entsteht oft erst, wenn man eine Uhr wirklich am Handgelenk spürt. Besonders bei Microbrands und jungen Independents ist das enorm wichtig. Diese Marken haben in der Regel nicht automatisch eine jahrzehntelange Historie, riesige Werbebudgets oder eine globale PR Maschine im Hintergrund. Sie überzeugen durch Persönlichkeit, durch Nähe und durch die Qualität ihrer Produkte.
Wenn man eine Uhr einer solchen Marke live sieht, anlegt, in Ruhe betrachtet und mit den Menschen dahinter sprechen kann, entsteht Vertrauen. Man spürt, wie viel Herzblut, Mut und Leidenschaft in den Kollektionen steckt. Genau hier setzen meine Events, die Lounge und der Austausch in der Community an. Sie schaffen Berührungspunkte, die online allein nicht erreichbar wären.
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Die flomp89 Lounge als Treffpunkt – vom digitalen Austausch zum echten Miteinander
Die flomp89 Lounge hat für mich vieles verändert. Sie ist mehr als ein Showroom. Sie ist ein Ort, an dem Gespräche entstehen, die man online nie führen würde. Jeder Besuch hat etwas Persönliches. Kein hektisches Verkaufsgespräch, sondern ein gemeinsamer Blick auf Mechanik, Design und Details. Und oft kommen Menschen bei mir vorbei, welche sich beispielsweise bisher nur über Instagram kennen und stehen dann zum ersten Mal wirklich voreinander, um gemeinsam dem Uhrenhobby nachzugehen.
Dieser Übergang vom digitalen Austausch in die reale Begegnung gibt der Community eine neue Tiefe. Man merkt sofort, wie viel ehrlicher und direkter Gespräche sind, wenn man gemeinsam an einem Tisch sitzt.
Manufakturerlebnisse, die prägen – Alexander Shorokhoff und STOWA
Die beiden Markenbesuche dieses Jahres zeigen, wie stark echte Erlebnisse wirken können.
Bei Alexander Shorokhoff erlebt man Kreativität und Energie. Inga Duffy-Shorokhova und Alexander Shorokhov erzählen mit einer Leidenschaft, die man in jedem Modell spürt. Man sieht Schritte, Farben, Ideen, Zwischenergebnisse. Diese Momente bleiben im Kopf und prägen das Bild einer Marke intensiver als jede Werbeanzeige.
Bei STOWA wiederum spürt man die lange Historie vor allem im Bereich der Fliegeruhren. Es entstehen echte „Zeitmessinstrumente“ und das spürt man. Uhrmacher, die erklären. Werkbänke, an denen echte Arbeit passiert. Dazu die Geschichte der Marke, die gleichzeitig bodenständig und in den aktuellen Räumlichkeiten trotzdem modern wirkt. Gerade für Sammler und Enthusiasten wie uns sind diese Einblicke vermutlich unbezahlbar, weil sie das Produkt greifbarer machen.
Uhrphoria – Ein Tag, der die Szene zusammenbringt
Die Uhrphoria ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Ein Tag, an dem Sammler, Fans, Marken und Neugierige zusammenkommen. Ein Tag, an dem die Online Bubble plötzlich ein physisches Gesicht bekommt. Instagram Kontakte werden zu echten Begegnungen. Jemand zeigt seine Sammlung, ein anderer probiert zum ersten Mal die Uhr eines bestimmten Ausstellers an, über die er seit Monaten nachgedacht hat.
Diese Art von Event funktioniert nur, weil alle auf Augenhöhe sind. Keine Barrieren, kein klassisches Messegefühl. Stattdessen ein Austausch, der nicht davon geprägt ist, wer man ist, wo man herkommt oder wie teuer die Uhr am Handgelenk ist.
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Clubs und Stammtische – Uhrenclub Westerwald und Saarland Stammtisch
Auch die vielen Treffen in der Szene zeigen, wie viel Kraft echte Gemeinschaft hat.
Der Uhrenclub Westerwald mit seinem warmen, offenen Miteinander. Der Stammtisch im Saarland mit beeindruckender Leidenschaft und einer bunten Mischung an Uhren. Die Treffen und Events dieser beiden und weiterer Gruppen sind feste Punkte im Kalender vieler Uhrenfans aus unserer Community, weil dort Gespräche entstehen, die ehrlich, direkt und oft überraschend tiefsinnig sind. Es geht um Geschichten, um Erlebnisse, um Erfahrungen. Nicht um Marketing oder Status.
WatchTime – Große Bühne und trotzdem Nähe
Selbst große Events wie die WatchTime zeigen diesen Wandel. Es geht längst nicht mehr nur darum, Stände abzuklappern oder Prospekte sowie Give-Aways bekannter Marken einzusammeln. Die Besucherinnen und Besucher wollen miteinander sprechen, die Hersteller persönlich kennen lernen und neue Uhren sehen. Viele dieser Gespräche entstehen spontan und haben eine Authentizität, die man bei großen Luxuskonzernen bisher leider eher selten erlebt hat.
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Kleine Marken haben hier einen riesigen Vorteil. Sie sind nahbar. Sie sind flexibel. Sie haben kurze Wege zwischen Idee und Umsetzung. Wenn ein Kunde Feedback gibt, landet dies direkt bei der Person, die darüber entscheiden kann.
Viele Gründer antworten selbst auf Nachrichten. CEO und Uhrmacher stehen sinnbildlich Seite an Seite am Tisch. Wünsche werden ernst genommen. Anpassungen sind möglich. Und diese Nähe schafft Bindung. Genau deshalb sind Microbrands in der Community so stark.
Sie sind nicht nur Marken. Sie sind Menschen, die für ihre Produkte brennen. Fairerweise sei gesagt, dass dies aber auch absolut nötig ist, denn hier gibt es kein über Jahrhunderte oder Jahrzehnte lang erarbeitetes Image, wie bei den großen Marken, das absolut hilfreich ist, um Menschen im Mainstream besser erreichen zu können, sondern die kleinen Uhrenmarken müssen um jeden Verkauf „kämpfen“.
Warum große Marken oft hinterherhinken
Das ist kein Vorwurf, aber eine Beobachtung. Große Konzerne sind oft unglaublich träge. Mehrere Länder bzw. Kontinente, sehr viele Ebenen, starre Strukturen, lange Entscheidungswege. Selbst wenn einzelne Mitarbeitende verstanden haben, wie wichtig echte Beziehungen zu unserer Community sind, können sie diese Erkenntnis im Gesamtkonzern oft nicht wirklich effizient durchsetzen.
Das Ergebnis: Perfekte Kampagnen, beeindruckende Boutiquen, aber wenig echte Nähe zu uns Sammlern. Und genau diese Nähe sucht unsere Community heute meinem Empfinden nach mehr denn je.
Fazit – Die Zukunft der Uhrenwelt liegt im Miteinander
2025 hat für mich deutlich gemacht, wie wichtig echte Begegnungen sind. Digital und offline, Hauptsache gemeinsam. Veranstaltungen, Markenbesuche, Clubs, Stammtische, die flomp89 Lounge und Instagram-Kontakte, die zu Freundschaften werden. All das hat ein ganz eigenes Gewicht uns trägt einen Teil zum großen Ganzen bei.
Uhren leben von Emotion und Persönlichkeit. Und diese entstehen in der Regel nicht in Werbekampagnen, sondern in Momenten, die man mit Gleichgesinnten teilt. Genau dort liegt die Stärke der Community und der Grund, warum die Uhrenwelt heute lebendiger und vielfältiger ist als je zuvor.
Es gibt Marken, die man nicht nur an ihrem Namen erkennt, sondern an ihrem Charakter. Alpina ist so eine Marke. Verwurzelt in den Schweizer Alpen, gebaut für Menschen, die mehr suchen als nur eine schöne Uhr, für alle, die Zuverlässigkeit, Präzision und Abenteuergeist schätzen.
Ein Stück Schweizer Uhrengeschichte
Gegründet wurde Alpina bereits 1883 von Gottlieb Hauser, einem Uhrmacher aus Winterthur. Damals entstand unter dem Namen „Alpina Union Horlogère“ ein Zusammenschluss unabhängiger Uhrmacher. Der Anspruch war von Beginn an klar: präzise, zuverlässige und langlebige Zeitmesser für den professionellen Einsatz.
Schon früh wurde der Name „Alpina“ zum Symbol für Stärke und Verlässlichkeit, inspiriert von der alpinen Umgebung, in der die Marke entstand. Und Alpina war immer wieder Vorreiter. 1926 führte man als erste Marke weltweit eine internationale Garantie für Uhren ein, ein revolutionärer Servicegedanke zur damaligen Zeit.
Mit der „Alpina 4“ legte die Marke 1938 schließlich den Grundstein für das, was wir heute als klassische Sportuhr kennen. Vier Merkmale definieren seither den Standard bei Alpina: antimagnetisch wasserdicht stoßfest aus Edelstahl gefertigt
Damit gilt Alpina bis heute als Wegbereiter der modernen Sportuhr.
Philosophie und Symbolik
Das rote Dreieck im Logo steht nicht zufällig für das Matterhorn. Es ist Sinnbild für Kraft, Präzision und Abenteuerlust. Alpina richtet sich an Menschen, die Grenzen ausloten, an Sportler, Entdecker und Outdoor-Fans, die Qualität über Status stellen.
Das Markenmotto bringt es auf den Punkt: „Born in the Alps, made for those who dare.“
Technische Robustheit trifft hier auf feinste Schweizer Uhrmacherkunst und genau das macht Alpina so sympathisch und authentisch.
Alpina heute
Heute hat Alpina seinen Sitz in Plan-les-Ouates bei Genf. Seit 2002 gehört die Marke zur Frédérique Constant Group, die wiederum derzeit ein Teil der Citizen Watch Group ist. Trotz dieser Zugehörigkeit bleibt Alpina eine eigenständige Marke mit klarem Profil.
Die Produktion erfolgt weiterhin in der Schweiz und die aktuelle Kollektion zeigt, dass Tradition und Innovation sich perfekt ergänzen können:
Alpiner – klassische Sportuhren mit modernem Charakter Seastrong – robuste Taucheruhren mit markantem Design Startimer – Fliegeruhren, inspiriert von historischen Pilotenuhren Heritage – Reminiszenz an historische Designs und das klassische Alpina-Erbe
Drei Modelle, die Alpina heute prägen und für unter 2.000 Listenpreis zu bekommen sind.
1. Alpiner Extreme Automatic California
Die Alpiner Extreme Automatic California. Quelle: Alpina
Eine sportliche Uhr mit Charakter, kompakt, robust und stilvoll zugleich. Gehäuse: Edelstahl (gebürstet/poliert), 39 × 40,5 mm, Höhe 11,5 mm Boden: graviert, verschraubt, Sichtfenster Krone: verschraubt, Edelstahl mit schwarzem Kautschuk Glas: entspiegeltes Saphirglas Zifferblatt: braun, sandgestrahlt, dunkler Außenring, California-Dial mit römischen und arabischen Indizes, beige Leuchtmasse, Datum bei 3 Uhr Werk: Automatik AL-525 (Basis SW200), 26 Steine, 28.800 A/h, 38 Stunden Gangreserve Wasserdicht: 200 m Band: schwarzes Kautschukband mit Faltschließe Preis: 1.695 €
Ein moderner Sportbegleiter mit Vintage-Flair, perfekt für Alltag und Abenteuer.
2. Alpina Heritage Carrée Automatic 140 Years
Die Heritage Carrée Automatic 140 Years. Quelle: Alpina
Ein Jubiläumsmodell, das den klassischen Charme der 1930er Jahre aufleben lässt. Gehäuse: Edelstahl 316L, poliert, verschraubter Sichtboden Maße: 32 × 39 mm, Höhe 9,71 mm Werk: Automatik AL-530 (Basis SW261), 31 Steine, 28.800 A/h, 38 Stunden Gangreserve Zifferblatt: außen matt-silber mit Strichindizes, innen „vintage weiß“ mit schwarzen Ziffern und Alpina-Schriftzug Funktionen: Stunden, Minuten, kleine Sekunde bei 6 Uhr Krone: geriffelt, nicht verschraubt Band: hellbraunes Straußenlederband mit Dornschließe Wasserdicht: 30 m Preis: 1.695 €
Elegant, markant und nostalgisch, eine Uhr für Liebhaber klassischer Linien und feiner Details.
Robust, präzise und mit einem Hauch Farbe, die Seastrong steht für Alpinas sportlichste Seite. Gehäuse: Edelstahl 316L, gebürstet/poliert, 39 × 40,5 mm, Höhe 12,65 mm Werk: Automatik AL-525 (Basis SW200), 26 Steine, 28.800 A/h, 38 Stunden Gangreserve Zifferblatt: schwarz mit oranger Umrandung und markantem Dreiecksmuster Lünette: einseitig drehbar, schwarzes Keramik-Inlay Zeiger/Indizes: mit Super-LumiNova®, teilskelettiert, orange Akzente Krone: verschraubt, Edelstahl mit schwarzer Umrandung Wasserdicht: 300 m Band: strukturiertes orangefarbenes Kautschukband mit Faltschließe Preis: 1.995 €
Eine Taucheruhr mit Ecken und Kanten, funktional, einprägsam und kompromisslos sportlich.
Fazit
Alpina ist eine Marke, die sich über Generationen hinweg treu geblieben ist. Seit mehr als 140 Jahren steht sie für authentische Schweizer Uhrmacherkunst, die Funktion, Präzision und Leidenschaft miteinander verbindet. Jede Alpina vereint technische Robustheit mit einer klaren, sportlichen Linie und spürbarer Handwerkskunst.
Ob am Berg, im Wasser oder im Alltag, Alpina baut Uhren für Menschen, die mehr erwarten als nur die Anzeige der Zeit. Für jene, die Herausforderungen suchen, Qualität schätzen und eine Uhr als verlässlichen Begleiter in allen Lebenslagen verstehen.
Drei Tage Uhrenleidenschaft: die WatchTime Düsseldorf als Treffpunkt der Szene
Die diesjährige WatchTime Düsseldorf war für mich wieder einer dieser Termine, bei denen man merkt, wie sehr die Uhrenwelt lebt und zwar weit über bloße Technik oder Design hinaus. Drei volle Tage war ich vor Ort: Freitag, Samstag und Sonntag. Begleitet wie immer von Mario F. (Uhrphoria) und an zwei Tagen auch von Marius J., meinem Videografen, den viele von euch ebenfalls bereits durch die Uhrphoria kennen.
Dieses Jahr ging es für mich aber nicht nur ums Filmen oder die reine Berichterstattung. Ich war da, um Gespräche zu führen, Marken zu treffen, Kooperationen zu pflegen und neue Wege auszuloten – sowohl für meine flomp89 Lounge als auch für den Onlineshop. Und ganz ehrlich: Es hat sich gelohnt.
Ein Auftakt mit gemischtem Gefühl und starkem Ergebnis
Am Freitagmorgen war ich noch etwas skeptisch. Auf dem Papier wirkte es so, als wären in diesem Jahr etwas weniger Aussteller dabei. Das Gefühl hatte wohl jeder, der den Hallenplan das erste Mal gesehen hat und auch wenn das kein Drama ist, sorgt es natürlich im Vorfeld für ein bisschen Unsicherheit. Vor Ort dann aber sofort Entwarnung: Die Stimmung war gut, die freien Flächen beispielsweise als Communitycorner sinnvoll genutzt, keine Leerräume, kein Stillstand. Gleich am Freitag nutzte ich die ruhigeren Stunden, um Marken zu besuchen, mit denen ich bereits zusammenarbeite. Da wären zum Beispiel: HEINRICH, Alexander Shorokhoff, STOWA, Hanhart, VANDAAG und DUG – alles Namen, die viele von euch u.a. aus meiner flomp89 Lounge schon kennen.
Florian (flomp89) gemeinsam mit Toni Brodfuehrer, dem CEO der Marke DUG.
Dazu kamen Marken wie 1977 aus Frankreich. Zwar erstmals auf der WatchTime vertreten, aber natürlich kein Unbekannter: Wir arbeiten schon seit geraumer Zeit zusammen und 1977 war auch bei der Uhrphoria schon mit dabei, genauso wie einige der gerade genannten Marken ebenfalls. Genau solche Tatsachen zeigen, wie eng und lebendig die Verbindungen innerhalb der Szene geworden sind.
Samstag auf der WatchTime – das Herzstück der Messe
Am Samstag war dann, wie erwartet, am meisten los. Schon beim Betreten der Halle war klar: Heute trifft sich hier alles, was Rang, Namen und eine Leidenschaft für Uhren hat.
Zwischen Kameras, Mikrofonen und unzähligen Gesprächen blieb kaum ein Moment zum Durchatmen, und trotzdem war es genau das, was ich an solchen Tagen liebe: der direkte Austausch mit euch, mit Sammlern, Markenvertretern und vielen Freunden aus der Community.
Von spontanen Diskussionen über Werke, Designs und persönliche Uhren-Vorlieben, über viele Gespräche zu potenziellen Uhrenkäufen, bis hin zu Unterhaltungen die weit mehr als das reine Thema Uhr behandelten, war der Austausch wirklich vielfältig. Genau das macht für mich den Unterschied aus. Uhren sind eben nie nur Objekte, sondern Geschichten, Emotionen und Lebensphasen.
Mit Mario und Marius habe ich den Samstag intensiv genutzt, um Videomaterial zu drehen, Stimmungen einzufangen und Content für die kommenden Wochen vorzubereiten. Dieses Mal bewusst etwas anders: weniger hektisch, dafür mit mehr Fokus auf echte Eindrücke. Blog, Video und Fotos greifen ineinander und sollen zeigen, was solche Events wirklich ausmacht.
Ein echtes Highlight war mein Meet & Greet bei 1977 und Alexander Shorokhoff inklusive des offiziellen Releases meiner eigenen Kooperationsuhr, der „DNA“. Ein Moment, auf den ich lange hingearbeitet habe und der hier den perfekten Rahmen bekommen hat.
Ein Blick auf die „Aquasphere“ von Hanhart.
Was mir persönlich etwas gefehlt hat, war ein stärkerer Community Corner. Die Idee ist super, aber ich hätte mir gewünscht, dass der Bereich gemütlicher gestaltet ist, weniger Konferenztische, mehr Lounge-Feeling. Auch die Zahl der Creator-Panels war quasi nicht existent und somit natürlich bedeutend kleiner als in den letzten Jahren. Gerade für uns Creatoren, die viel Berichterstattung und nicht zuletzt auch Werbung für das Event machen, wäre da noch Potenzial für die entsprechende Präsenz (durch Panels, organisierte Kick Offs, Werbeflächen usw.) durch die WatchTime selbst gewesen.
Sonntag – entspannter Ausklang zwischen Marken und Menschen
Der Sonntag war spürbar entspannter, aber keineswegs ruhig. Viele nutzten den Tag, um in Ruhe durch die Veranstaltungshallen zu gehen, letzte Gespräche zu führen oder einfach zu genießen, was diese Messe so besonders macht.
Für mich war er perfekt, um noch einmal bei einigen Marken vorbeizuschauen, Kontakte zu festigen und das Wochenende mit einem weiteren persönlichen Highlight abzuschließen: meinem Meet & Greet bei HEINRICH.
Wolfgang Heinrich gemeinsam mit seiner Frau am Stand von HEINRICH.
Gerade dort zeigte sich wieder, warum ich Microbrands so schätze: ehrliche Gespräche, greifbare Leidenschaft und diese unmittelbare Verbindung zwischen Marke, Produkt und Mensch. Es ist genau das, was die Uhrenszene lebendig hält.
Das Team von ChronoRestore sorgte am entsprechenden Stand für die uhrmacherischen Kompetenzen.Zwar war Bruno Söhnle dieses Jahr leider nicht als Aussteller vertreten, aber eine Möglichkeit, die neue „Bergamo Automatik“ zu sehen, hatte ich zum Glück trotzdem.
Nebenbei liefen noch ein paar spannende Gespräche, aus denen sich in den kommenden Monaten sicher Neues ergeben wird. Ganz konkret kann ich schon sagen: Ab Anfang 2026 wird sich bei flomp89 in Sachen Marken und Kooperationen wie gewohnt noch einiges tun.
Marken, Menschen und das, was bleibt – warum die WatchTime begeistert
Wenn man die drei Tage zusammenfasst, dann bleibt vor allem eines hängen: diese unglaubliche Mischung aus Markenvielfalt, Leidenschaft und freundschaftlichem Miteinander. Die großen Namen haben wieder beeindruckt, aber gerade die kleineren Marken haben gezeigt, wie viel Kreativität und Seele in dieser Szene steckt. Wer bei mir einkauft oder in der flomp89 Lounge vorbeischaut, weiß, dass genau das mein Thema ist – ehrliche Microbrands, gelebte Leidenschaft und transparente Kommunikation.
Und genau das war die WatchTime auch in diesem Jahr. Sie war eine Bühne für echte Uhrenfans, starke Ideen und Begegnungen auf Augenhöhe.
Danke an die Community – und auf ein Wiedersehen bei der nächsten WatchTime
Ein riesiges Dankeschön geht von mir an das gesamte WatchTime-Team rund um Charlotte Frieß für die Organisation und den reibungslosen Ablauf. Und natürlich ein noch größeres Danke an euch, die flomp89 Community. So viele bekannte Gesichter, so viele neue Gespräche, so viel ehrliches Interesse, das war wirklich etwas Besonderes.
Die WatchTime 2025 war für mich kein Pflichttermin, sondern ein Erlebnis. Drei Tage voller Energie, Begegnungen und Inspiration. Ich fahre jedes Mal mit dem Gefühl nach Hause, dass diese Szene lebendig ist, weil sie von Menschen getragen wird, die Uhren nicht nur als Zeitmesser sehen, sondern fühlen. Und genau das macht sie für mich so faszinierend.
Bis bald – in der flomp89 Lounge, auf meiner Website, auf YouTube oder beim nächsten Event. Euer Flo
Vor Kurzem war ich mal wieder auf einem klassischen Uhrenevent – dieses Mal bei einem bekannten Juwelier in Frankfurt am Main, der gemeinsam mit Hublot und Bulgari eingeladen hatte. Nach längerer Zeit, in der ich fast ausschließlich mit Microbrands, unabhängigen Uhrmachern und natürlich unserer flomp89-Community unterwegs war, war das für mich ein spannender Perspektivwechsel und ehrlich gesagt, genau der richtige Impuls zur richtigen Zeit.
Luxusuhren-Event in Frankfurt: Begegnung mit großen Marken
Schon beim Eintreten merkte man, dass hier eine andere, aber nicht weniger faszinierende Welt der Uhrmacherei zelebriert wird. Ein luxuriöses Ambiente, perfekt ausgeleuchtete Präsentationsvitrinen und eine Atmosphäre voller Begeisterung für hochwertige Handwerkskunst prägten den Abend. Das Publikum war dabei mindestens genauso vielseitig wie die zu bestaunenden Uhren. Mir persönlich bekannte Gesichter aus der Microbrandszene konnte ich jedoch leider nicht erspähen.
Innovation von Hublot: Saphirgehäuse und moderne Uhrmacherkunst
Hublot zeigte eindrucksvoll, wie stark die Marke trotz bereits zahlreicher Patente auch weiterhin auf Materialinnovation setzt. Besonders beeindruckend waren die Saphirglasgehäuse in verschiedenen Farben – von transparent über Hellblau bis hin zu Rosa. Dass ein so hartes bzw. teils sprödes Material derart vielfältig bearbeitet und eingefärbt werden kann, war für mich eine echte Überraschung. In Kombination mit den hauseigenen Manufakturkalibern entstand so ein faszinierendes Zusammenspiel aus Technik, Transparenz und Design und somit auch mein persönliches Uhrenhighlight des Abends.
Ein von Hublot gefertigtes rosafarbenes Saphirgehäuse, Innovation in Design und Material.Diese Hublot beeindruckt nicht nur mit einer außergewöhnlichen Gangreserve, sondern auch mit einem spannenden hellblauen Saphirgehäuse.
Die Octo Finissimo von Bulgari: Weltrekorde in ultraflacher Uhrmacherei
Im Fokus bei Bulgari stand die Octo Finissimo Kollektion, bekannt für ihre extreme Flachheit und technische Raffinesse. Gleich mehrere Weltrekorde in der Kategorie der flachsten Uhren mit diversen beeindruckenden Komplikationen unterstreichen die Innovationskraft der Marke.
Die Serpenti: Schmuckuhr mit ikonischem Design
Besonders für die anwesenden Damen war die Präsentation der legendären Serpenti von Bulgari in den verschiedensten Variationen ein Blickfang. Mit ihrem geschwungenen Gehäuse und der markanten Linienführung verkörpert sie seit ihrer Einführung im Jahr 1948 ein Stück Designgeschichte und zeigt, wie Bulgari die Kunst der Goldschmiederei und Uhrmacherei meisterhaft miteinander verbindet.
Mehr als nur eine Uhr: Eine extravagante Version der Serpenti von Bulgari, besetzt mit Diamanten. Die eigentliche Uhr ist im Kopf der Schlange verborgen. Dieser lässt sich zum Ablesen der Uhrzeit öffnen.
Atmosphäre und Gespräche: Leidenschaft für Luxusuhren verbindet
Neben den Uhren selbst war es vor allem die Stimmung, die den Abend so besonders machte. Bei zumindest für mich alkoholfreien Cocktails und feinen Häppchen entstanden Gespräche mit Sammlern, Kunden und Menschen, die Freude an schönen Dingen haben. Während in unserer flomp89-Community bei solchen Gelegenheiten sehr oft über Werke, Kaliber und Microbrands im Allgemeinen gesprochen wird, standen hier Design, Markenidentität und das Erlebnis der Markenwelt im Vordergrund. Um entsprechendes Wissen zu transportieren, waren sowohl von Bulgari als auch von Hublot gleich mehrere Markenvertreterinnen und Markenvertreter vor Ort, die sämtliche Fragen direkt haben beantworten können.
Vielfalt der Uhrenszene: Von Microbrands bis Luxusmarken
Dieser Abend hat mir wieder deutlich gezeigt, wie groß und vielfältig die Welt der Uhren doch ist. Es lohnt sich fast immer, abseits des reinen Eventcharakters, auch generell über die gewohnte Szene und die bei uns üblichen Marken hinauszublicken und zu entdecken, was große Player und entsprechende Juweliere alles zu bieten haben. Für mich macht es letztlich die Mischung aus, denn wie Ihr wisst begeistern mich besonders im Alltag neben großen Marken wie Hublot und Bulgari nach wie vor besonders die kleineren Hersteller aus dem In- und Ausland wie zum Beispiel Alpina oder STOWA.
Ein Abend voller Eindrücke und neuer Perspektiven
Insgesamt war der Besuch des Events rundum gelungen und definitiv bei passender Gelegenheit eine Wiederholung wert. Sei es durch spannenden Gespräche oder „nur“ durch die interessanten Uhren verschiedenster Preisklassen, die Faszination für hochwertige Uhrmacherei lebt auf jeder Ebene – man muss nur offen sein, sie überall zu entdecken.
Am 12. September 2025 war es so weit: Gemeinsam mit Teilen der flomp89-Community durfte ich die traditionsreiche Marke STOWA in Pforzheim besuchen. STOWA gehört zu den bekanntesten deutschen Uhrenmarken, gegründet bereits 1927 von Walter Storz, und ist seit Jahrzehnten eng mit der Geschichte der Pforzheimer Uhrenindustrie verbunden. Heute steht die Marke vor allem für klassische Fliegeruhren, Bauhaus-Modelle und eine klare Linie im Design, verbunden mit handwerklicher Uhrmacherkunst.
Marine Original Bronze Vintage arabisch.
Schon beim Eintreten erwartete uns ein echtes Highlight: der Museumsbereich. Dort standen eine alte Werkbank sowie zahlreiche historische STOWA-Modelle in Vitrinen. Ein stimmungsvoller Auftakt, der die Verbindung zwischen Tradition und Gegenwart greifbar machte. Der Blick führte uns direkt weiter in den offenen Uhrmacherbereich – unverbaut und transparent. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es also direkt zu den Uhrmachern.
Die Maschine für den Zifferblattdruck im Tampondruckverfahren.
Hier konnten wir Max und natürlich auch den anderen Uhrmacherinnen und Uhrmachern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Kevin und Stefan von STOWA standen uns dabei Rede und Antwort. Es ging querbeet durch spannende Themen: vom klassischen Uhrmacherhandwerk über den Ablauf im Direktvertrieb bis hin zu internen Fragen – etwa, ob STOWA künftig auch Ausbildungsplätze anbieten wird. Bisher ist das zwar nicht der Fall, aber klar wurde: Das Thema Nachwuchs in der Uhrmacherei ist auch hier ein wichtiges Zukunftsthema.
Spannende Gespräche über die Lasergravur.
Weiter ging es in den Bereich der Individualisierung. Zwei sehr freundliche Mitarbeiter erklärten uns den Zifferblattdruck und jeder, der wollte, durfte sogar selbst ein STOWA-Zifferblatt mit dem Firmenlogo bedrucken. Ein kleines Highlight, das sicher keiner so schnell vergisst. Im selben Raum stand außerdem der Laser, mit dem Gravuren möglich sind. Die Bandbreite reicht von Namen und Daten bis hin zu feinen Umrissen sogar ein Motiv wie die verkleinerten Fußabdrücke eines Neugeborenen lässt sich teilweise realisieren.
Als besonderes Goodie bekam jeder Teilnehmer ein Schweizer Taschenmesser mit eigener Namensgravur, eine tolle Erinnerung an diesen Tag.
Zum Abschluss führte uns der Weg in die Räume zur Kollektionsvorstellung. Bei erfrischenden Getränken konnten wir nahezu die gesamte aktuelle Kollektion bestaunen und natürlich auch direkt ans Handgelenk legen. Fotografieren und Filmen war jederzeit erlaubt, perfekt für alle Content-Hungrigen in unserer Community.
Den Abend ließen wir schließlich gemeinsam mit der gesamten Gruppe, inklusive einiger STOWA-Mitarbeiter, bei einem gemütlichen Essen in Pforzheim ausklingen.
Es war ein wunderschöner Tag voller interessanter Eindrücke, spannender Gespräche und echter Nähe zur Marke. Im Namen der gesamten flomp89-Community bedanke ich mich ganz herzlich bei STOWA für die Gastfreundschaft und die offenen Einblicke in die Arbeit der Manufaktur.
Die Welt der Uhrenmarken ist groß, von alteingesessenen Manufakturen bis hin zu neuen, kreativen Microbrands, die mit frischen Ideen den Markt bereichern. Eine dieser jungen Marken ist NIVARI, ein kleines Team aus Deutschland, das sich einer klaren Mission verschrieben hat: die beste Edelstahlarmbanduhr in dieser Preisklasse zu bauen.
Während viele Hersteller ihre Aufmerksamkeit auf Zifferblätter, Komplikationen oder das Werk lenken, setzt NIVARI an einem Punkt an, der im Alltag entscheidend ist: dem haptischen Erlebnis. Das Gehäuse, das Armband, das Gefühl am Handgelenk. Über Jahre hinweg wurden Prototypen entwickelt, Details angepasst und sogar in einer kleinen Werkstatt mit eigener CNC-Fräse millimetergenau getestet. Das Ergebnis ist eine Uhr, die ihre Stärken genau dort zeigt, wo man sie im Alltag spürt: in der Verarbeitung des Metalls, in den fließenden Übergängen der Kanten und in einem Armband, das Maßstäbe setzt.
Die Eden Collection ist der erste große Wurf der Marke. Mit nur 9,9 mm Gehäusehöhe und einem Durchmesser von 40 mm trifft sie die aktuellen Ansprüche nach schlanken, vielseitigen Uhren. Am Handgelenk wirkt sie elegant, ohne an Präsenz zu verlieren, und passt damit sowohl zu sportlichen Outfits als auch zu formelleren Anlässen. Im Inneren arbeitet das bewährte Swiss Made Kaliber SW200, das als robust, zuverlässig und leicht zu warten gilt. Für beste Ablesbarkeit im Dunkeln sorgen Zeiger und Indizes mit Super-LumiNova® BGW9.
Ein echtes Highlight ist das Feinjustierungssystem, das von außen nicht sichtbar in die 5 mm flache Schließe integriert wurde. Mit einem leichten Druck lässt sich das Armband über einen Bereich von 10,5 mm stufenlos verstellen, ganz ohne Werkzeug. Wer seine Uhr je nach Tagesform enger oder lockerer tragen möchte, wird dieses Feature lieben.
Das Modell Obsidian aus der Eden Kollektion.
Mein persönlicher Eindruck nach dem ersten Kontakt mit den Prototypen ist sehr positiv. Die Uhren wirken stimmig, tragen sich angenehm und bieten durch verschiedene Zifferblattfarben eine große Bandbreite für viele unterschiedliche Geschmäcker und Anlässe. Ein kleiner Kritikpunkt war die Krone, die weniger wertig wirkte als der Rest der Uhr und beim Stellen der Uhrzeit oder des Datums meiner Meinung nach etwas zu viel Spiel hatte. Hier wurde mir jedoch direkt zugesichert, dass dieses Thema in der Serienproduktion behoben wird. Positiv hervorheben möchte ich außerdem die hochwertige Holzbox, in der die Uhren ausgeliefert werden. Farblich perfekt auf das darin befindliche Modell abgestimmt, vermittelt sie ein zusätzliches Gefühl von Wertigkeit. Für mich persönlich gehört zu einem Luxusprodukt wie einer mechanischen Uhr in dieser Preisklasse auch eine entsprechend hochwertige Verpackung, und hier hat NIVARI einen wie ich finde sehr guten Weg gewählt.
Das Modell Smithsonit aus der Eden Kollektion.
Besonders gefallen haben mir die feinen handpolierten Fasen, die nicht nur das Gehäuse, sondern auch das Armband veredeln. Dieses Detail verleiht der ansonsten eher sportlichen Uhr eine besonders elegante Note. In Summe entsteht so eine Uhr, die gleichermaßen für Einsteiger wie für erfahrene Sammler interessant ist.
Preislich liegt die Eden Collection aktuell (Stand zum Zeitpunkt dieses Blogbeitrags) bei 1.234,58 Euro. Damit positioniert sich NIVARI bewusst im gehobenen, aber eben nicht im „High-End“ Segment und bietet ein sehr starkes Gesamtpaket, das sowohl durch handwerkliche Qualität als auch durch innovative Details überzeugt.
Fazit: Mit der Eden Collection zeigt NIVARI, dass ein Microbrand aus Deutschland in der Lage ist, auf Augenhöhe mit etablierten Größen mitzuspielen. Der Fokus liegt hier auf dem Tragegefühl und der Qualität der Metallverarbeitung, Bereiche, die oft vernachlässigt werden, im Alltag jedoch entscheidend sind. Für alle, die eine schlanke, vielseitige und zugleich hochwertige Uhr suchen und keinen Wert auf Prestige oder Außenwirkung legen, ist die Eden-Kollektion von NIVARI definitiv einen genaueren Blick wert.
Eine Uhrensammlung ist immer ein sehr persönliches Projekt. Manche Sammler konzentrieren sich ausschließlich auf eine Marke, andere auf bestimmte Jahrzehnte oder auf Modelle mit einer speziellen Komplikation. Dennoch gibt es einige Uhrentypen, die in vielen Sammlungen vorkommen, weil sie das Fundament einer vielseitigen und ausgewogenen Sammlung bilden. Es geht dabei nicht um starre Regeln oder um eine Pflichtliste, sondern um Grundpfeiler, die ein harmonisches Gesamtbild ergeben und dem Sammler langfristig Freude bereiten können.
Ein Klassiker ist die Dresswatch. Sie ist schlicht, elegant und in der Regel flach gebaut, damit sie problemlos unter eine Hemdmanschette passt. Eine Dresswatch ist der ideale Begleiter für formelle Anlässe, Geschäftstreffen oder feierliche Abende. Marken wie Jaeger-LeCoultre mit der Reverso oder Nomos mit der Tangente haben diesen Uhrentyp geprägt und zeigen, dass Eleganz auch in der Zurückhaltung liegen kann. Gleichzeitig bieten auch kleinere Hersteller spannende Alternativen, die ebenfalls durch zeitloses Design und feine Mechanik überzeugen. Hier kann zum Beispiel die Radiance von Heinrich genannt werden, die ich selber auch in der flomp89 Lounge/im Shop bevorrate.
Eine sportlich-elegante Grand Seiko „White Birch“.
Ein weiterer Grundpfeiler ist die Taucheruhr. Robust, sportlich und universell tragbar, gehört sie für viele Sammler zu den vielseitigsten Uhren überhaupt. Ob Rolex Submariner, Tudor Black Bay oder Omega Seamaster, Diver sind aus den Sammlungen kaum wegzudenken. Sie vereinen Alltagstauglichkeit, Widerstandsfähigkeit und eine sportliche Eleganz, die sie zu echten Allroundern macht.
Ebenso faszinierend ist der Chronograph. Diese Uhren bieten nicht nur die Möglichkeit, Zeitspannen präzise zu messen, sondern auch eine spannende Verbindung von Technik und Dynamik. Ob als Rennsport-Ikone wie die Omega Speedmaster oder als klassischer Fliegerchronograph von Hanhart, der Chronograph bringt Energie und Funktionalität ins Spiel und ist in vielen Sammlungen ein Highlight.
Ein ganz besonderes Element ist die Vintage-Uhr. Sie bringt Charakter, Patina und Geschichte ans Handgelenk. Eine geerbte Uhr aus der Familie oder eine bewusst ausgewählte Vintage-Referenz eröffnet immer einen Blick in die Vergangenheit und macht die Sammlung einzigartig. Vintage-Uhren erzählen Geschichten, die weit über technische Daten hinausreichen, und verleihen jeder Sammlung eine persönliche Note.
Schließlich darf etwas Besonderes nicht fehlen. Jede Sammlung lebt von einem Stück, das ein wenig aus dem Rahmen fällt. Das kann eine Uhr eines noch besonders unbekannten Microbrand sein, eine ungewöhnliche Komplikation oder ein Modell, das man sich bewusst aus emotionalen Gründen ausgesucht hat. Dieses besondere Stück bringt Individualität und zeigt, dass das Sammeln von Uhren weit mehr bedeutet als das Verfolgen starrer Muster.
Am Ende bleibt eine Uhrensammlung immer Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Wer jedoch auf Dresswatch, Diver, Chronograph, Vintage und ein besonderes Stück setzt, schafft eine solide Basis, die nicht nur abwechslungsreich, sondern auch langfristig spannend bleibt.
Taucheruhren gehören seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Uhrentypen überhaupt. Ursprünglich wurden sie entwickelt, um Tauchern unter Wasser eine verlässliche Zeitmessung zu ermöglichen. Heute haben sie die Grenzen dieser ursprünglichen Funktion längst hinter sich gelassen und sind zu einem festen Bestandteil der urbanen Uhrenwelt geworden. Man findet sie deshalb nicht mehr nur am Handgelenk von Berufstauchern, Abenteurern, sowie Wasser liebenden Uhrenliebhabern sondern ebenso bei Menschen, die vielleicht noch nie mit einer Sauerstoffflasche abgetaucht sind. Ihre Ausstrahlung und Vielseitigkeit haben die Diver zu einem wahren Klassiker gemacht.
Eines der entscheidenden Merkmale einer Taucheruhr ist ihre Robustheit. Kaum ein anderer Uhrentyp wird so konsequent auf Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit ausgelegt. Verschraubte Kronen, massive Gehäuse und stoßsichere Werke stellen sicher, dass eine solche Uhr auch dann zuverlässig weiterläuft, wenn es einmal härter zur Sache geht. Hinzu kommt die Wasserdichtigkeit, die nicht nur beim Schwimmen oder Tauchen von Bedeutung ist, sondern auch im Alltag einen praktischen Vorteil bringt. Ein Diver steckt Regen, Schweiß, Stöße oder auch einen spontanen Sprung ins Wasser mühelos weg.
Die Helicoprion von HEINRICH – eine Uhr im Taucheruhren-Look inspiriert von den Taucheruhren der 70er-Jahre.
Ebenso wichtig ist die klare Ablesbarkeit. Große, markante Zeiger, kontrastreiche Zifferblätter und starke Leuchtmasse auf Indizes und Zeigern sorgen dafür, dass die Uhr auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder unter Wasser jederzeit zuverlässig abgelesen werden kann. Die einseitig drehbare Lünette, die ursprünglich zur Berechnung von Tauchzeiten entwickelt wurde, ist heute weit mehr als ein reines Hilfsmittel für Sporttaucher. Sie dient im Alltag als praktisches Werkzeug, sei es beim Kochen, beim Sport oder einfach, um eine Zeitspanne wie die einer Parkuhr im Blick zu behalten.
Doch neben all diesen funktionalen Eigenschaften spielt auch die emotionale Komponente eine große Rolle. Taucheruhren tragen eine besondere Aura des Abenteuers in sich. Modelle wie die Rolex Submariner, die Omega Seamaster oder die Blancpain Fifty Fathoms sind nicht nur technische Meisterwerke, sondern längst kulturelle Symbole der Mainstream-Uhrmacherkunst. Selbst wer nie tiefer als drei Meter im Freibad getaucht ist, verbindet mit einem Diver das Gefühl von Freiheit, Abenteuerlust und Unabhängigkeit.
Die Flensi von Alexander Shorokhoff im modernen Diver-Look.
Vielleicht liegt genau darin die Faszination dieser Uhren. Sie stehen für Verlässlichkeit und Beständigkeit, sie geben uns das Gefühl, jederzeit bereit für das Unvorhergesehene zu sein. Gleichzeitig sind sie kleine Träger von Geschichten, Mythen und Träumen. Eine Taucheruhr ist mehr als nur ein sportlicher Zeitmesser. Sie ist ein Stück Abenteuer am Handgelenk, ein Symbol für Ausdauer und die Sehnsucht nach Entdeckung.
Es gibt Uhren, die trage ich nicht, weil sie die besten technischen Daten haben. Nicht, weil sie aus Titan sind, 200 Meter Wasserdichtigkeit haben oder ein extrem genaues Werk besitzen. Ich ziehe sie gerne an, weil sie mich an einen besonderen Moment erinnern. An Menschen, an Orte, an eine Zeit in meinem Leben, die ich nie vergessen will.
Ich glaube, jeder von uns hat so eine Uhr. Vielleicht war es die erste mechanische Armbanduhr, die man sich vom ersten Gehalt gegönnt hat. Vielleicht eine Uhr, die man geerbt hat und mit der man aufgewachsen ist, weil man sie schon als Kind immer wieder am Handgelenk des Vaters oder der Mutter gesehen hat. Oder das Modell, das man zur Hochzeit geschenkt bekommen hat und das man jedes Jahr am Hochzeitstag wieder anlegt. Es sind diese kleinen Geschichten, die aus einem Gegenstand ein Erinnerungsstück machen.
Das Verrückte ist: Der Marktwert spielt dabei kaum eine Rolle. Eine günstige Seiko kann dir mehr bedeuten als eine teure Rolex, wenn sie die richtige Geschichte erzählt. Uhren sind kleine Zeitkapseln. Sie frieren Emotionen ein und jedes Mal, wenn du sie anlegst, spulst du innerlich ein Stück deines Lebens zurück. Vielleicht erinnerst du dich an das Gefühl, als du sie gekauft hast, oder an den Menschen, der sie dir geschenkt hat. Vielleicht auch an eine Zeit, die inzwischen längst vorbei ist, aber auf einmal wieder ganz nah wirkt, sobald du die Uhr am Handgelenk spürst.
Eine Tissot PRX. Meine Frau und ich haben jeweils eine von Freunden zur freien Trauung bekommen, quasi eine Partneruhr. Das Foto ist auf unserer Hochzeitsreise entstanden.
In meinem Alltag mit Uhren erlebe ich solche Geschichten immer wieder. Wenn Sammler eine Uhr verkaufen wollen, erzählen sie oft mehr über ihr Leben als über das Modell selbst. Da ist der Mann, der mit seiner Uhr einmal um die Welt gereist ist und sie jetzt weitergibt, weil er das Kapitel für sich abgeschlossen hat. Oder die Frau die eine schöne Armbanduhr zur Geburt ihres Kindes bekommen hat und diese inzwischen an genau dieses Kind gerne weitergeben möchte. Und es gibt auch diejenigen unter uns, die eine Uhr behalten, obwohl sie längst eine große Auswahl neuer Modelle haben, weil sie zum Beispiel sagen: „Mit dieser Uhr habe ich die Abschlussprüfung meines Studiums geschafft, die gebe ich nicht mehr her.“
Je länger man sich mit Uhren als leidenschaftliches Hobby (nicht als Investment!) beschäftigt, desto mehr merkt man, wie sehr Emotionen eine Rolle spielen. Am Anfang denkt man vielleicht noch sehr rational. Man schaut auf Daten, Preis-Leistung, Werk, Wasserdichtigkeit. Aber irgendwann verschiebt sich oftmals der Blick. Plötzlich überlegt man nicht mehr nur, ob eine Uhr „objektiv gut“ ist, sondern ob sie einen persönlich berührt. Ob sie irgendwann eine Geschichte erzählen wird, die man weitererzählen möchte.
Die Home von Alexander Shorokhoff und mir. Die erste Uhr an deren Entstehung ich habe mitwirken dürfen.
Ich finde, genau das macht unser Hobby so besonders. Es geht nicht nur darum, Zeit zu messen. Es geht darum, Momente festzuhalten. Man kann die schönsten und teuersten Uhren der Welt besitzen, aber die eine Uhr, die man zur Hochzeit getragen hat, schlägt sie alle. Weil sie mehr ist als Technik, mehr als Design. Sie ist ein Stück des eigenen Lebens am Handgelenk.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir Uhren nie nur als Gegenstände betrachten sollten. Sie sind Erinnerungen. Sie begleiten uns, wollen getragen werden und irgendwann die „Spuren“ unseres Lebens tragen und zeigen.
Manchmal reicht ein einziger Moment, um aus einer Idee etwas richtig Besonderes entstehen zu lassen. So war es auch bei der Uhrphoria. Ein Event, das ich gemeinsam mit Mario Franyi ins Leben gerufen habe. Mario ist selbstständiger Einzelunternehmer, Familienmensch und leidenschaftlicher Macher. Und ich? Ich bin Flo, bekannt als flomp89, Uhrenhändler, Sammler und Typ mit einer Schwäche für gute Gespräche und echte Begeisterung.
Was uns beide verbindet? Der Wunsch, ein Uhrenevent zu schaffen, bei dem nicht nur Enthusiasten auf ihre Kosten kommen, sondern auch deren Familien. Ein Event, bei dem die gesamte Familie inklusive der Kinder, ganz egal welchen Alters, genauso willkommen ist wie nerdige Diskussionen über Zeigerspiel, Werkveredelung oder Lünetten mit dem genau passenden Klickgefühl. Ein Ort, an dem sich Uhrenbegeisterte auf Augenhöhe begegnen. Ganz ohne Dresscode, Prestigedenken und elitäres Getue.
Von Anfang an: Uhrphoria war mehr als ein Uhrentreff
Die Premiere im August 2024 hat uns überwältigt. Nicht nur, weil so viele tolle Menschen gekommen sind, sondern vor allem weil die Stimmung so besonders positiv war. Zwischen Ausstellungstischen, angeregten Gesprächen in der Community, begeisterten Rufen vom Minigolfplatz und dem Geruch vom frischen Buffet lag etwas in der Luft, das schwer in Worte zu fassen ist. Diese ganz besondere Uhrphoria eben.
Und genau deshalb war uns sehr schnell klar: 2025 machen wir weiter. Nur dieses Mal etwas größer und noch detailverliebter. Wieder im FAHRWERK in Groß Zimmern, einer Location, die wie gemacht ist für unser Konzept. Mit Kartbahn, Minigolf, Spielplatz, aber eben auch mit Platz für echte Uhrmacherkunst in einer positiv unkonventionellen Atmosphäre.
Was euch am 09.08.2025 erwartet
Insgesamt erwarten euch mehr als 17 Marken an 16 Ständen mit einer Bandbreite an Marken, die fast jedes Sammlerherz höherschlagen lässt. Frederique Constant, STOWA, Hanhart, Alexander Shorokhoff, HEINRICH, Kieser Design und viele mehr. Und neben diesen mal größeren wie kleineren Independent-Marken findet ihr auch Branchengrößen wie Hamilton oder verschiedene tolle Gebrauchtuhren bei unseren Freunden von Goat Luxury.
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Und natürlich ist auch wieder für das leibliche Wohl gesorgt. Ein Mittagssnack, ein warmes Abendbuffet und alkoholfreie Getränke, diese gibt es den ganzen Tag über, sind im Ticketpreis enthalten. Keine versteckten Kosten. Kein Stress. Einfach nur genießen.
Dazu kommt das, was für viele mindestens genauso wichtig ist wie die Uhren selbst: der Austausch, die Community und das Knüpfen neuer Kontakte. Sammlerinnen und Sammler, Blogger, YouTuber, Händler und Uhrenfreunde werden hierfür gemeinsam vor Ort sein. Auch Gäste wie Watchmaxe, Daniel vom Zeitzone Podcast oder der Uhrenclub Westerwald sowie unser Hauptmedienpartner die INSIGHT LUXURY sind unter anderem mit dabei.
Warum mir die Uhrphoria so viel bedeutet
Ich bin seit vielen Jahren in der Uhrenwelt unterwegs. Als Sammler, Händler, Berater, manchmal auch als Kritiker. Aber dieses Event ist etwas anderes. Es ist nicht einfach ein weiteres Treffen von Enthusiasten. Es ist ein echtes Herzensprojekt. Es geht uns hierbei nicht nur um die nackten Zahlen, Daten und Fakten. Es geht um Menschen, Geschichten und die gemeinsame Zeit als Community.
Es geht mir darum das Gefühl zu vermitteln bei unserer Uhrphoria, mit der Leidenschaft für Armbanduhren genau richtig zu sein. Egal wie teuer oder günstig die Uhr war und vollkommen egal, ob man in der Szene noch ein Neuling oder bereits ein alter Hase ist.
Ein letztes Wort zur Uhrphoria von mir an dich
Wenn du Lust auf ein Event hast, bei dem es um mehr geht als nur ums reine Uhrenkaufen, dann sehen wir uns am 09. August 2025 in Groß Zimmern. Tickets bekommst du noch kurze Zeit im Vorverkauf bei mir im Shop. Es wird KEINE Ticketkasse vor Ort geben.
Ich freue mich auf dich, ein lockeres Gespräch und auf das gemeinsame Erleben von spannenden, ausgefallenen Uhren!
Herzliche Grüße Flo aka flomp89
Manche Uhren überraschen nicht laut, sondern mit Substanz. Man legt sie an, betrachtet die Details und merkt schnell, dass hier mehr dahintersteckt als bloß Design. Genau so erging es mir mit der neuen Hamilton Boulton Death Stranding 2 Limited Edition, die ich für rund zwei Wochen bei mir im Studio testen konnte. Und was soll ich sagen, sie hat mich beeindruckt.
Hamilton – Tradition und Innovationskraft
Bevor ich näher auf die Uhr eingehe, ein kurzer Blick auf den Hersteller. Hamilton wurde 1892 in Lancaster, Pennsylvania gegründet und gehört heute zur Swatch Group. Die Marke blickt auf eine lange Geschichte zurück, in der sie unter anderem den amerikanischen Schienenverkehr synchronisierte, Piloten und Soldaten mit zuverlässigen Zeitmessern versorgte sowie mehrere hundert Mal in Film und Fernsehen präsent war. Ihre Nähe zur Welt des Kinos machte Hamilton zum „Uhrmacher der Filmemacher“ und mittlerweile auch zum ersten Uhrenhersteller mit einer eigens entworfenen Videospiel-Uhr, die Teil des Games ist.
Design trifft Zukunft: Die Hamilton Boulton Death Stranding 2 Limited Edition
Designskizze der Uhr – von der Idee bis zum fertigen Modell
Die Uhr selbst basiert formal auf der klassischen Boulton, interpretiert diese aber komplett neu für eine technoid-futuristische Ästhetik. Das widerstandsfähige und robuste schwarze Titangehäuse (36mm x 48mm) mit PVD-Beschichtung sieht nicht nur modern aus, sondern fühlt sich auch extrem leicht an. Auffällig sind die sieben Saphirglaselemente, die je nach Licht ein spannendes Wechselspiel von Reflexionen und Schatten erzeugen. Dadurch wirkt die Uhr fast lebendig am Handgelenk und hebt sich ganz klar von klassischen Designs ab.
Die Kombination aus dem dunklen Gesamtlook und den leuchtend orangenen Highlights bei Sekundenzeiger und Index auf 12 Uhr trifft aus meiner Sicht genau ins Schwarze. Die Uhr wirkt sportlich, technisch und gleichzeitig stilvoll. Wer das Spiel kennt, erkennt direkt den Bezug zu Death Stranding, aber auch ohne Gaming-Kenntnisse hat man es hier mit einer durchdacht designten Uhr zu tun.
Zifferblatt, Technik und Verarbeitung
Das Automatikwerk der Hamilton durch den Glasboden
Das Zifferblatt ist reduziert, wirkt durch die verschiedenen Ebenen und die teilweise strukturierte Fläche aber keinesfalls leer. Die markante Form der skelettierten Zeiger sorgt zusätzlich für Abwechslung und Dynamik beim Ablesen der Zeit. Auch die Verarbeitung überzeugt mich, denn alles wirkt sauber aufeinander abgestimmt, hochwertig gefertigt und technisch ausgereift.
Im Inneren arbeitet ein Dreizeiger H-10 Automatikwerk mit 80 Stunden Gangreserve und einer Spiralfeder aus Nivachron™. Uhrenliebhaberinnen und -liebhaber mit Interesse an Mechanik können das Werk durch den Glasboden der Uhr bewundern. Durch diese Attribute ist die neue Hamilton also nicht nur ein Designobjekt, sondern auch ein verlässlicher Alltagsbegleiter in nahezu jeder Situation.
Death Stranding 2: Zwischen digitaler und realer Welt
Vivian Stauffer (Hamilton) und Hideo Kojima (Death Stranding)
Dass die Uhr in Death Stranding 2 getragen wird und parallel dazu in einer auf 2000 Stück limitierten Serie erscheint, macht sie zu einem spannenden mechanischen Bindeglied zwischen digitaler und realer Welt. Das gesamte Konzept und die daraus resultierende Uhr fühlt sich hier nicht wie ein Gimmick an, sondern wie eine konsequent durchdachte Zusammenarbeit zwischen Hamilton und Hideo Kojimas Team. Die Limitierung der Uhr, die auf das Spiel abgestimmte Sammlerverpackung sowie die individuelle Nummerierung auf dem Gehäuseboden unterstreichen den für uns Uhrenfans nicht unwichtigen Sammelcharakter.
Kleiner Kritikpunkt: Bandoptionen
Der einzige Kritikpunkt aus meiner persönlichen Sicht ist, dass ich mir mehr Bandoptionen gewünscht hätte. Ein dunkles Kautschukband, das zum Design der Uhr passt, hätte der neuen Hamilton Boulton Death Stranding 2 Limited Edition sowohl optisch als auch funktional gut gestanden und das Tragegefühl zusätzlich variabler gemacht.
Fazit: Eine Uhr für Sammler und Individualisten
Mein Fazit nach zwei Wochen in denen die Uhr bei mir war: Die neue Boulton von Hamilton hat Charakter. Sie richtet sich an Menschen, die keine Mainstreamdesigns suchen, sondern etwas Besonderes am Handgelenk tragen möchten. Mit ihrer eigenständigen Designsprache, der hochwertigen Verarbeitung und dem gelungenen Bezug zur Spielewelt hebt sie sich deutlich vom Gewöhnlichen ab. Gleichzeitig überzeugt sie bei einem Listenpreis von 1.625 Euro durch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, das sie für Sammler wie für designaffine Uhrenfreunde gleichermaßen interessant macht.
Wer Death Stranding liebt, Hamilton schätzt oder einfach auf mutige Uhren steht, die nicht alltäglich sind, der wird mit dieser Limited Edition definitiv auf seine Kosten kommen.